Konzept:
Das Projekt auf der Burg Güssing schafft Übernachtungsmöglichkeiten, die gezielt auf die Anforderungen von Hochzeitsgesellschaften reagieren. Aufgrund der hohen Anzahl an Veranstaltungen und fehlender Unterkünfte in der Stadt wird die Beherbergung direkt auf der Burg ergänzt.
Der Entwurf integriert sich in den Bestand, indem die historische Struktur des Ujlakyturms erhalten bleibt und als atmosphärische Hülle dient. In diesen Kontext werden kubische Einbauten – sogenannte „Geister“ – eingesetzt, die bewusst einen Kontrast zwischen Alt und Neu formulieren.
Außenraum und Erschließung:
Der Zugang erfolgt über einen leicht geneigten Weg mit Sitzstufen. Der Burghof wird als klar strukturierter Freiraum entwickelt, der sowohl den historischen Brunnen hervorhebt als auch Raum für Veranstaltungen bietet. Die Geländetopografie ermöglicht eine amphitheaterartige Nutzung für Festspiele mit temporären Tribünen. Die Übernachtungseinheiten sind über ein angehobenes Stegsystem erschlossen, das den Bestand respektiert und eine klare Wegeführung schafft.
Raum und Nutzung:
Das bestehende Mauerwerk bleibt im Innenraum unverändert und wird durch freistehende Einbauten ergänzt, die mit Abstand zum Bestand gesetzt sind. Die Nutzung gliedert sich in drei Bereiche: gemeinschaftliche Zonen mit Foyer, Lounge und Terrasse, ein Wellnessbereich sowie die Übernachtungseinheiten.
Diese bestehen aus „Geistern“, Turm- und Gewölbezimmern sowie einem barrierefreien Familienzimmer. Die Geister bieten kompakte Einheiten mit Schlafbereich, Bad und klarer Ausrichtung durch gezielte Öffnungen. Ein umlaufendes Glasband ermöglicht Ausblicke bei gleichzeitiger Wahrung der Privatsphäre.
Bachelorprojekt Sommersemester 2018
Betreuung: Arch. DI Alfred Bramberger
Bearbeitung: Sebastian Kinzel & Jakob Hermann